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Haus des Monats

Im Gespräch mit Architektin DI Catharina Fineder, Feldkirch

Internorm: Welche charakteristischen Merkmale zeichnen die Architektur des Projektes aus?

DI Catharina Fineder: Am Generationen-Bauplatz wird das neue Haus für die junge Familie so positioniert, dass sich die Längsseite nach Süden öffnet und Privatsphäre zum bestehenden Elternhaus hin gegeben ist. Die Sitzfenster in den multifunktionalen Gangflächen bieten als charakteristisches Element der Fassade großzügige Ausblicke zum zwischen den Häusern liegenden Natur-Schwimmteich. Große Verglasungen erzeugen einen fließenden Übergang von Innen zu Außen im großzügigen Wohnessbereich. Das Volumen wirkt markant geschnitten durch das leicht geneigte Satteldach ohne Überstand.

Internorm: Welche ökologischen und nachhaltigen Aspekte bzw. Vorbildfunktionen für zukunftsweisendes Bauen bietet dieses Projekt?

DI Catharina Fineder: Das Niedrigstenergiehaus mit einem Heizwärmebedarf von 16kWh/m2a verfügt über eine kontrollierte Wohnraumlüftung in Kombination mit Erdwärme sowie über eine PV Anlage am Dach. Nach Süden orientierte, großzügige Verglasungen erzielen sehr gute solare Gewinne. Konsequent wurden ökologische Materialien eingesetzt, so wurde das für das Holzhaus verwendete Bergholz in der Region geschlägert um Transportwege zu minimieren und die heimische Holzwirtschaft zu fördern. Der Lehmputz auf Tonbauplatten bringt ein natürliches und gesundes Klima ins Innere. Die langlebige dunkle Naturschieferfassade gibt dem Gebäude von außen einen abstrakten Charakter. Das begrünte Dach dient als Hitzeschild im Sommer und mindert die Spitzenabflüsse des Regenwassers.

Internorm: Welchen Stellenwert haben Fenster bei der Gestaltung eines Hauses?

DI Catharina Fineder: Ein- und Ausblicke sind ein zentrales Element der Entwurfsarbeit. Bei diesem Projekt war die Forderung der Bauherrn nach Abgrenzung (wo sind Einblicke aus der Umgebung erwünscht, wo nicht) maßgebend für die Ausrichtung der Nutzungen im Gebäude und somit für die Form des Gebäudes ausschlaggebend. Durch die Positionierung der Fenster wurden Qualitäten in der Umgebung wie der Ausblick auf den Teich in Szene gesetzt. Weiters bringen die Fenster Licht und wärmende Sonnenstrahlen ins Gebäude, sorgen somit also für Wärme und Stimmung im Raum

Internorm: Was war im Zusammenhang mit diesem Projekt die größte Überraschung für Sie?

DI Catharina Fineder: Die Bauherren haben hier ein sehr großes Maß an Eigenleistung in das Projekt eingebracht, ich bin positiv überrascht wie gut das funktioniert hat!

Internorm: In welche Richtung, denken Sie, wird sich die Architektur in Zukunft entwickeln?

DI Catharina Fineder: Der Trend zum ökologischen Wohnen mit geringem Energieverbrauch in Herstellung und Betrieb wird sich fortsetzen. Leistbarkeit wird ein immer zentraleres Thema: Bauen in dichter Umgebung ist Standard, die Wohnflächen werden tendenziell kleiner und sollten dennoch das Gleiche an Funktionalität und Raumqualität bieten. Bei diesem Projekt dient beispielsweise die Gangfläche im Obergeschoß als Spielzone und im Erdgeschoß als Büro.

Internorm: Wir danken für das nette Gespräch!

 

Architektin: DI Catharina Fineder, Göfiser Straße 7, 6800 Feldkirch

Projekt: Einfamilienhaus LM

Vertriebspartner: Stuchly GmbH & Co KG, 6712 Thüringen

Fotos: Petra Rainer

 

 

 

 

Haus des Monats Oktober 2017

Haus des Monats Oktober 2017

Im Gespräch mit Architekt Mag. arch. Norbert Thaler, Thaler Thaler Architekten, Wien

Internorm: Welche charakteristischen Merkmale zeichnen die Architektur des Projektes aus?

Architekt Norbert Thaler: Die plastische Architektursprache durch die fassadenprägenden Erker schafft für die Wohnungen hochwertige Wohnfläche und überdachte Bereiche für die Terrassen. Die ausgeprägte Sockelzone aus Exteriorplatten, mit tiefeingeschnittenen Loggien fördert die Privatheit der windgeschützten Wohnungsfreibereiche. Die großzügigen Fensterflächen beziehen die Umgebung in die Wohnung ein und vergrößern visuell den Wohnraum. Die Erkerverglasungen ermöglichen diagonale Blickbeziehungen und verbessern die Besonnung der Grundrisse. Besonderes Augenmerk wurde auf die farbliche Abstimmung der Farben der Fenster und des Sonnenschutzes und des Fassadenmateriales gelegt.

Internorm: Welche ökologischen und nachhaltigen Aspekte bzw. Vorbildfunktionen für zukunftsweisendes Bauen bietet dieses Projekt?

Architekt Norbert Thaler: Das Projekt wurde als Niedrigenergiehaus geplant. Energiekennzahl 42,6kw/m2a. Die großen Verglasungen unterstützen durch die solaren Einträge die Energiebilanz. Die Wärmeverteilung erfolgt über eine Fußbodenheizung. Die Wärmeerzeugung mit Brennwertgerät wird durch die Solaranlage unterstützt.

Internorm: Wie hat bzw. wie konnte Internorm Sie bei der Umsetzung von Projekten unterstützen (Beratung, Dienstleistung, Produkt, …)?

Architekt Norbert Thaler: Hier hat uns vor allem der Architektenordner (Handbuch) von Internorm am meisten geholfen. Die gewerkübergreifenden Bauanschlusszeichnungen helfen uns in der Zusammenarbeit mit den Verarbeitern und auch mit den Bauherrn. Damit finden wir auch leichter die richtigen Sonnenschutzlösungen mit den dazu notwendigen Details.

Internorm: Welchen Stellenwert haben Fenster bei der Gestaltung dieses Hauses?

Architekt Norbert Thaler: Die Fensteröffnungen sind in Kombination mit der Verschattung die prägenden Fassadenelemente. Es wurden die konstruktiv größtmöglichen Öffnungen geplant um den Wohnungen eine helle und offene Raumwirkung zu verleihen. Wesentlich war es die Erker vollflächig zu verglasen um ihnen mehr Leichtigkeit zur verleihen und den Wohnräumen einen starken Bezug zur Umgebung zu geben.

Internorm: Welches ist für euch das innovativste Bauwerk Österreichs und wodurch zeichnet es sich aus?

Architekt Norbert Thaler: Das ist für uns eindeutig der Erste-Campus von Henke/Schreieck-Architekten. Es ist hier gelungen durch die einzigartige Formensprache und der Anordnung und Auflösung der Baukörper einen hochwertigen Stadtraum für alle zu schaffen. Ein ehemals trister Ort wurde zu einem belebten Treffpunkt aufgewertet.

Internorm: In welche Richtung, denkt ihr, wird sich die Architektur in Zukunft entwickeln?

Architekt Norbert Thaler: Ich denke es sollte wieder eine Vereinfachung stattfinden. Derzeit sind sehr komplexe Bauweisen aufgrund der Bauvorschriften und Normen erforderlich, dadurch ist man in der Materialwahl extrem eingeschränkt. Es kommt dadurch zu einer Uniformität, und einer allgemeinen Materialarmut. Innovativ wäre wenn wieder ein monolithisches Baumaterial, zur Verfügung stehen würde. Neue Technologien erzeugen immer Innovationen in der Architektur.

Internorm: Wir danken für das nette Gespräch!

 

Architekt: THALERTHALER ARCHITEKTEN ZTGMBH

Projekt: Wohnbau Stammersdorferstraße 257 – 1210 Wien

Internorm-Vertriebspartner: H. Reisner GmbH & Co KG, 2601 Sollenau

Fotos Haus: Bruno Klomfar

Foto Architekten: Paul Sturm

 

 

Haus des Monats September 2017

Haus des Monats September 2017

 

 

Im Gespräch mit Architekt Juri Troy, juri troy architects, Wien

Internorm: Welche charakteristischen Merkmale zeichnen die Architektur des Projektes aus?

Juri Troy: Es ist gelungen das Erscheinungsbild des Gebäudes von außen zu erhalten, und durch den Einsatz von Verbundfenstern konnte die Belichtung der Räume ohne Verlust durch breitere Profile erhalten bleiben. Die Beschattung erfolgt über Verbundjalousien. Der Innenraum wird bestimmt durch eine schlichte Materialwahl in geölter Eiche, satiniertem Kalkstein, seidenmattem Schleiflack sowie edlen Naturstoffen. Die Inneneinrichtung wurde sorgfältig und detailliert umgesetzt und vervollständigt mit zahlreichen multifunktionalen, raumgliedernden Elementen das offene Raumkonzept.

Internorm: Welche ökologischen und nachhaltigen Aspekte bzw. Vorbildfunktionen für zukunftsweisendes Bauen bietet dieses Projekt?

Juri Troy: Da es sich hier um einen Umbau und die Sanierung eines bestehenden Gebäudes als Teil eines städtebaulichen Ensembles handelt, besteht der nachhaltige Aspekt mit der Erhaltung von bestehender Gebäudesubstanz im Vordergrund. Der Sonnenschutzantrieb bei den Fenstern erfolgt Energieautark durch den Einsatz der PV-Module im Fenster. Zusätzlich konnte im Zuge der Sanierung und des Umbaus durch zusätzliche Wärmedämmung der Energiebedarf reduziert werden.

Internorm: Wie hat bzw. wie konnte Internorm Sie bei der Umsetzung von Projekten unterstützen(Beratung, Dienstleistung, Produkt, …)?

Juri Troy: Hierbei hat uns am meisten die Beratung im Internorm-Schauraum beim Vertriebspartner Wagner&Wagner geholfen. Es ist immer hilfreich, im Zuge der Produktfindung, wenn man dem Bauherrn die Produkte im Original bemustern kann und das richtige Produkt vor Ort definieren kann. Hier war man auf der Suche nach einem Produkt, welches statt Klappläden eine Sonnschutzlösung anbieten kann, welche keine Kästen oder Schienen benötigt. Auch die Farbpalette der Holzinnenseite bot sehr passende Farbtöne, die sich perfekt in unser Materialkonzept integrieren ließen.

Internorm: Welchen Stellenwert haben Fenster bei der Gestaltung dieses Hauses?

Juri Troy: Bei den Fenstern musste Rücksicht auf die gegebene Fassadengestaltung genommen werden. Es kamen Holz-Alu-Fenster der Fa. Internorm mit integrierten Sonnenschutzlamellen zum Einsatz, um den Lichtkomfort zu erhöhen und das Erscheinungsbild des Hauses im Gesamten unverändert zu belassen. (Vorgabe MA 19) Auch war es wichtig, dass Sonderelemente wie das Rundfenster vom System hier zu den anderen Elementen dazu passen und keine optischen Einschränkungen notwendig sind. Da wir die Fenster im Detail so einbauen konnten, dass kein Sturz mehr sichtbar ist wird das Tageslicht über die Decke noch tiefer in die Räume reflektiert.

Internorm: Welches ist für euch das innovativste Bauwerk Österreichs und wodurch zeichnet es sich aus?

Juri Troy: Hier fällt mir spontan als Erstes das Strohhaus von Georg Bechter ein. Der Umgang mit einem simplen Material wie Stroh, wurde hier sehr konzeptionell und konsequent umgesetzt. Georg Bechter reizt hier die Möglichkeiten in Zusammenarbeit mit Handwerkern sehr gekonnt aus und schafft dabei zeitlose Wohnräume.

Internorm: In welche Richtung, denken sie, wird sich die Architektur in Zukunft entwickeln?

Juri Troy: Hierbei muss man unterscheiden in welche Richtung entwickelt sich Architektur derzeit real und in welche Richtung sollte sie sich entwickeln. Die Bau- und Planungsprozesse sind heute getrieben bzw. eingeschränkt durch Normen, Vorschriften, und Gesetze, die immer weniger Spielraum für Architektur lassen. Dazu kommt noch der viel zu überbewertete Gewinnoptimierungsdruck der Investoren. Wir sollten uns wieder mehr darauf besinnen, welchen wesentlichen Bestandteil unserer Kultur unsere gebaute Umwelt ausmacht!

Internorm: Wir danken für das nette Gespräch!

 

Architekt: arch. mag. Juri Troy, juri troy architects, Schottenfeldgasse 72/2/12, 1070 Wien

Projekt: Umbau Wohnung K – 1190 Wien

Vertriebspartner: Wagner & Wagner GmbH, 1140 Wien

Fotos: Juri Troy

Haus des Monats August 2017

Haus des Monats August 2017

Im Gespräch mit Architekt DI Dietmar Ewerz und Architekt DI Martin Gamper, teamk2 architects, Innsbruck

 

Internorm: Welche charakteristischen Merkmale zeichnen die Architektur des Projektes aus?

Teamk2: Die vorhandene Grundstücksqualitäten (umgeben von Grünflächen und freie Sicht auf die Bergwelt), bildeten die Grundlage für offenes Wohnen mit Blickbeziehungen in alle Himmelsrichtung. Das Wohnkonzept basierend auf den Nutzungswünschen und Vorstellungen der zukünftigen Bewohner ebenso wie die genannten Grundstücksparameter bildeten die Grundlage für den Entwurf. Gemäß den Vorstellungen der Familie mit zwei Kleinkindern sollte der gemeinsame Alltag im offenen Erdgeschoß stattfinden, während im Obergeschoß viel Platz für den privaten Rückzug jedes einzelnen Familienmitgliedes gegeben ist. Der großzügige Wohnbereich wird durch einen raumteilenden Ofen (das Zentrum des Wohnbereichs) gegliedert und definiert die Raumfunktionen fürs Essen, Kochen und Wohnen. Überdachte großzügige Freibereichszonen im Obergeschoß und Erdgeschoß bieten hohe Aufenthaltsqualität und schützen zudem vor intensiver Sonneneinstrahlung. Die zusätzlich in Richtung Süden überdachte Terrasse ist ein beliebter Treffpunkt im Freien.

 

Internorm: Welche ökologischen und nachhaltigen Aspekte bzw. Vorbildfunktionen für zukunftsweisendes Bauen bietet dieses Projekt?

Teamk2: Niedrigstenergiehaus mit kontrollierter Wohnraumlüftung. Für die zukünftige Installation einer Photovoltaikanlage wurden Vorbereitungen getroffen. Gebäude- bzw. Fensterausrichtung wurden genau berechnet um den geforderten energetischen Anforderungen gerecht zu werden. Dies alles jedoch ohne architektonische Abstriche zu akzeptieren.

 

Internorm: Wie hat bzw. wie kann Internorm Sie bei der Umsetzung von Projekten unterstützen?

Teamk2: Großzügige Fensterflächen mit hoher thermischer Qualität war für die Umsetzung des Bauvorhabens sehr wichtig und wurde durch die verwendeten Produkte der Firma Internorm erreicht. Kompetente Beratung bzgl. Anforderungen und architektonischer Detaillösung waren sehr engagiert und zielorientiert.

 

Internorm: Was war im Zusammenhang mit diesem Projekt die größte Überraschung für Sie?

Teamk2: Abgesehen von der spannenden Entwurfsplanung, zum Glück keine Überraschungen. Konzeptionierung im Hinblick auf Funktionsabläufe, Gebäudequalität und natürlich auf die gewünschte Wohnqualität wurden laut Bewohner erfüllt.

 

Internorm: In welche Richtung, denken Sie, wird sich die Architektur in Zukunft entwickeln?

Teamk2: Baukultur ist mehr als Baukunst. Gute Architektur ist nicht nur eine formale Umsetzung einer Bauaufgabe, sondern sie berücksichtigt ebenso die Parameter des Ortes sowie ökologische und wirtschaftliche Qualitäten. Den Aufgabenstellungen zukünftiger Nutzer gerecht zu werden, die Anforderungen bezogen auf architektonischer und städtebaulicher Qualität zu erfüllen und natürlich auch die ökologischen und ökonomisch Aspekte im gebotenem Ausmaß zu beachten, stellt eine spannende Herausforderung dar. Ein Gebäude ist nicht irgendeine Funktionshülle, sondern die dritte Haut der Menschen, die darin leben, arbeiten, …. Hoch energieeffiziente Gebäude sind ein Gebot der Zeit - wir müssen energieeffizient bauen und damit sicherstellen, dass Energie für die nachfolgenden Generationen leistbar bleibt und man ist gefordert neue architektonische Ideen und Konzepte zu entwickeln.

 

Architekt: teamk2 (architects) ZT GmbH, Maria-Theresien-Straße 40, 6020 Innsbruck

Projekt: Einfamilienhaus Tirol

Vertriebspartner: Zoller & Prantl GesmbH, 6425 Haiming

Fotos: Florian Scherl

Haus des Monats Juli 2017

Haus des Monats Juli 2017

Im Gespräch mit: Herrn Ing. Bernhard Schießling, Architekturbüro Schießling

Internorm: Welche charakteristischen Merkmale zeichnen die Architektur des Projektes aus?

Ing. Bernhard Schießling: Es handelt sich um ein sehr kantiges, kompromissloses Haus mit großen Glasflächen. Trotzdem konnten nach Süden große Balkone und Vordächer gegen sommerliche Erwärmung umgesetzt werden.

Internorm: Welche ökologischen und nachhaltigen Aspekte bzw. Vorbildfunktionen für zukunftsweisendes Bauen bietet dieses Projekt?

Ing. Bernhard Schießling: Das Gebäude ist komplett aus Stahlbeton errichtet und die komplette Hülle ab Kellerboden über die Wände bis einschließlich Dach ideal außenseitig gedämmt. Dies schafft, aufgrund des großen Eigengewichtes von Beton, ein sehr „träges“ Raumklima. Sprich im Sommer erwärmt sich das Gebäude und folglich die Raumluft sehr langsam und auch im Winter ist ein konstanter Heizbetrieb ohne großartige Spitzenlasten gewährleistet. In Kombination mit den hochwertigen Fenstern (3-Scheiben Gläser Ug=0,5 W/m²K und g=50%) wird die restliche Hülle noch perfekt ergänzt. Als Wärmeerzeuger ist eine energiesparende Wärmepumpe in Betrieb, welche Heizung und Warmwasserbedarf deckt.

Internorm: Wie hat Internorm Sie bei der Umsetzung von Projekten unterstützen(Beratung, Dienstleistung, Produkt, …)?

Ing. Bernhard Schießling: Speziell die raumhohen Glaselemente mit einer Gesamtlänge von knapp 14 m im Erdgeschoss waren planerisch herausfordernd. Mit Internorm wurde die Möglichkeit von Nur-Glas Fugen innerhalb der Rahmenelemente erarbeitet und damit konnten die Bauherrenwünsche, nach möglichst wenig Rahmenansicht, zur vollsten Zufriedenheit erfüllt werden.

Internorm: Gibt es so etwas wie eine übergeordnete Idee zu diesem Projekt?

Ing. Bernhard Schießling: Bereits vor Kauf des Grundstückes war für den Bauherren klar, dass sein künftiges Haus einen freien Blick in Richtung Scheffauer (= der westlichste Gipfel des Kaisergebirges) ermöglichen muss. Dies wurde wunschgemäß sogar bei der Positionierung der Badewanne umgesetzt.

Internorm: Was war im Zusammenhang mit diesem Projekt die größte Überraschung für Sie?

Ing. Bernhard Schießling: Das Gespür des Bauherren für nicht alltägliche und stimmige Accessoires wie Wanduhren, Leuchten, Hocker und dergleichen im Haus.

Internorm: In welche Richtung, denken Sie, wird sich die Architektur in Zukunft entwickeln?

Ing. Bernhard Schießling: Im mitteleuropäischen und speziell im Tiroler Raum wird es in Hinblick auf die vermehrten sommerlichen Schönwetter Phasen mit hohen Außentemperaturen größere Anstrengungen benötigen um die, nach wie vor im Trend liegende, Glasarchitektur „sommerfit“ zu machen. Ein Umdenken in technische Kühlsysteme ist dabei meines Erachtens der falsche Weg. Es wird vermehrt ausgeklügelte Beschattungen, Fensteranordnungen und dergleichen benötigen welche gestalterisch akzeptabel sind. Die Fassaden werden wieder in kleinteiligere Gestaltungselemente wie Lisenen, Rahmen, Felder von differenten Materialien und dergleichen aufgeteilt werden.

 

Architekt: Architekturbüro Schießling, Ing. Bernhard Schießling, 6235 Reith im Alpbach

Projekt: Einfamilienhaus

Vertriebspartner: Fensterportal ELR GmbH, 6361 Hopfgarten

Fotos: Internorm

 

 

Haus des Monats Juni 2017

Haus des Monats Juni 2017

IM GESPRÄCH MIT: HERRN ING. RUDOLF ASCHAUER, MBA, GAP-SOLUTION GMBH

 

Internorm: Welche charakteristischen Merkmale zeichnen die Architektur des Projektes aus?

Ing. Rudolf Aschauer: THE HOUSE ist Österreichs erstes 100% ökologisches und abbaubares Plusenergie-Haus. Im Zentrum von THE HOUSE steht die Solarwabentechnologie von GAP Solution. Die Solarwabe ist eine Wabe aus Zellulose, somit zu 100% biologisch abbaubar, die sich die Bienenwabe aus der Natur zum Vorbild genommen hat. Wie die Bienenwabe hält die Solarfassade das Haus im Winter warm und im Sommer angenehm kühl.

Internorm: Gibt es so etwas wie eine übergeordnete Idee zu diesem Projekt?

Ing. Rudolf Aschauer: Mit THE HOUSE wird es, erstmals und einmalig in Österreich, möglich, nicht nur nachhaltig energieunabhängig, CO2 neutral und smart, sondern auch stillvoll und luxuriös zu wohnen.

Internorm: Welche ökologischen und nachhaltigen Aspekte bzw. Vorbildfunktionen für zukunftsweisendes Bauen bietet dieses Projekt?

Ing. Rudolf Aschauer: Dank der Photovoltaikanlage ist THE HOUSE mit seinem niedrigen Energiebedarf ein Plus Energie Haus – gespeichert wird die Energie im hauseigenen Stromspeicher. Ermöglicht wird dies dadurch, dass THE HOUSE nur 10 kWh/m²a für Raumwärme, 12 kWh/m²a für Warmwasser und 13 kWh/m²a für den Haushaltsstrom benötigt. Dem gegenüber stehen 64 kWh/m²a erzeugter PV-Strom und das auf 150 m² Wohnfläche. Der gesamte Energiebedarf kann somit mit dem Ertrag leicht gedeckt werden und es steht zusätzlich noch genug Energie für 30.000 km/Jahr mit einem Elektroauto zur Verfügung.

Internorm: In welche Richtung, denken Sie, wird sich die Architektur in Zukunft entwickeln?

Ing. Rudolf Aschauer: Nicht der Verkehr ist Österreichs größter Umweltsünder, sondern Elektrizität und Wärme. Will Österreich seine Ziele zum Klimaschutz erreichen, und das würde bedeuten bis 2050 95% der Treibhausgasemissionen zu reduzieren, muss beim Wohnbau angesetzt werden. Plusenergiehäuser wie THE HOUSE, wo sogar die E-Mobilität mitgedacht wird, bieten dem Architekten Gestaltungsspielraum für volle „solare Transparenz“ für die Zukunft des Wohnens.

Planer/Vertriebspartner: GAP-Solution GmbH

Projekt: THE HOUSE

Fotos: GAP-Solution GmbH

 

 

 

Haus des Monats Mai 2017

Haus des Monats Mai 2017

Im Gespräch mit: Herrn Architekt Ing. Ernst Feuersinger, Feuersinger Architektur GmbH 

Internorm: Welche charakteristischen Merkmale zeichnen die Architektur des Projektes aus?

Herr Ing. Feuersinger: Die Architektur des Gebäudes bündelt die Leistung der Firma Freiraum 4 und deren hochwertige Produkte im Boden-, Türen-, und Fenstersegment und macht sie in einem adäquaten Raum nach außen sichtbar.

 

Internorm: Welche ökologischen und nachhaltigen Aspekte bzw. Vorbildfunktionen für zukunftsweisendes Bauen bietet dieses Projekt?

Herr Ing. Feuersinger: Eine Vorbildfunktion in ökologischer Hinsicht liegt in der auf der notwendig reduzierten, unaufgeregten Architektur unter Verwendung nachhaltiger Materialien.

 

Internorm: Wie hat bzw. wie kann Internorm Sie bei der Umsetzung von Projekten unterstützen (Beratung, Dienstleistung, Produkt, …)?

Herr Ing. Feuersinger: Mit Firmen wie Internorm ist es immer wieder eine große Freude zusammenzuarbeiten, da sie selber einen hohen Qualitätsanspruch an deren eigene Produkte einbringen. Und eben diese Qualitätsprodukte von echten Fachleuten mit „know how“ vertrieben werden, die wir Planer schon immer gesucht haben.

 

Internorm: Gibt es so etwas wie eine übergeordnete Idee zu diesem Projekt?

Herr Ing. Feuersinger: Das Gebäude bringt die Firmenphilosophie sehr gut zum Ausdruck durch eine großzügige, klare und offene Architektur sowie einer feinen und sorgfältigen Detailplanung und Ausführung.

 

Internorm: Was war im Zusammenhang mit diesem Projekt die größte Überraschung für Sie?

Herr Ing. Feuersinger: Eine sehr freudige Erkenntnis an diesem Projekt war, dass die Firma Freiraum 4, in Zusammenarbeit mit der Firma Internorm ein optisch rahmenloses Fixverglasungssystem anbietet, welches beim eigenen Betriebsgebäude großflächig angewendet werden konnte und der Architektur optisch sehr gut tut.

 

Internorm: In welche Richtung, denken Sie, wird sich die Architektur in Zukunft entwickeln?

Herr Ing. Feuersinger: Es ist anzunehmen, dass die ökologischen und nachhaltigen Aspekte beim Bauen insgesamt noch mehr an Bedeutung gewinnen werden. Die Architektur selber muss wieder zu mehr Sachlichkeit zurückkehren. Die Zeit der reichen Formen, der „Blobs“ scheint vorbei. Den langlebigen und qualitativ hochwertigen Materialien wird wieder mehr an Bedeutung zugeschrieben.

 

Internorm: Herzlichen Dank für das nette Gespräch

 

Architekt: Feuersinger Planung Projektmanagement GmbH

Projekt: Firmengebäude Freiraum 4

Vertriebspartner: Freiraum 4 Handels GmbH

Fotos: Birgit Köll und Feuersinger Planung Projektmanagement GmbH

Haus des Monats April 2017

Haus des Monats April 2017

 

 

Im Gespräch mit: Herrn Architekt Ing. Martin Gußmagg, Gußmagg Planungs-GmbH

Internorm: Welche charakteristischen Merkmale zeichnen die Architektur des Projektes aus?

Architekt Ing. Martin Gußmagg: Dieses Objekt besticht durch seine Modernität und Wohnlichkeit. Angepasst an das steile Gelände wurden die Wohnräume „umgedreht“. Die Wohn- und Schlafräume befinden sich im Untergeschoss, der Küch- und Essbereich im ersten Stockwerk. Zusätzlich wurde auch noch ein Praxisraum für die Hausherrin im Obergeschoss eingerichtet.

Internorm: Welche ökologischen und nachhaltigen Aspekte bzw. Vorbildfunktionen für zukunftsweisendes Bauen bietet dieses Projekt?

Architekt Ing. Martin Gußmagg: Das Gebäude wurde mit 50 Zentimeter starken Hohlraumziegeln gebaut. An der Außenseite wurde ein mineralischer Fassadenputz angebracht. Im Innenbereich wurde ein Kalk- und Lehmputz verwendet. Das Haus ist zusätzlich mit einer kontrollierten Wohnraumlüftung ausgestattet. Beheizt wird das Gebäude von der Bioenergie Pischelsdorf.

Internorm: Welchen Stellenwert haben Fenster bei der Gestaltung eines Hauses?

Architekt Ing. Martin Gußmagg: In diesem speziellen Fall bieten die großen Glasflächen einen herrlichen Blick auf den höchsten oststeirischen Kirchturm und den Hausberg Kulm. Natur und Kultur fließen in das Wohnklima ein. Der gezielte Einsatz von Fenster und Türen tragen wesentlich zur Optik des Gebäudes bei. Durch die großen Hebeschiebetüren kann auch bei nicht so sommerlichen Temperaturen die Natur genossen werden.

Internorm: Was sind ihre Anforderungen an Produkte wie Fenster und Türen?

Architekt Ing. Martin Gußmagg: Fenster und Türen sind ein optisches Gestaltungselement. In weiterer Folge müssen die Elemente praktisch und weitestgehend wartungsfrei für den Kunden sein. Auch die technischen Werte müssen passen.

Internorm: In welche Richtung, denken Sie, wird sich die Architektur in Zukunft entwickeln?

Architekt Ing. Martin Gußmagg: Je besser die Fensterwerte desto besser kann man diese planen und in die Architektur einfließen lassen. Größere Glasflächen sind möglich. Die Baukosten sind heut zu Tage bereits sehr hoch darum werden Gebäude minimalistischer und geradliniger gebaut.

Internorm: Danke für das nette Gespräch!

 

Architekt: Gußmagg Planungs-GmbH

Projekt: Büro/Wohnhaus Gußmagg

Vertriebspartner: Lieb Bau Weiz GmbH & CO KG

Fotos: Peter Melbinger

Haus des Monats März 2017

Haus des Monats März 2017

Internorm: Welche charakteristischen Merkmale zeichnen die Architektur des Projektes aus?

LOVE architecture: Aufgrund der fast willkürlich gesetzt wirkenden Fensteröffnungen und Erkererhebungen erscheint die Fassade des Hauses ebenso maßstabslos und nicht eindeutig ablesbar wie seine Umgebung. Dies macht es für den Betrachter fast unmöglich, auf den ersten Blick die wahren Dimensionen des Hauses zu erkennen. Damit verschleiert das Gebäude sozusagen seine wahre Größe und Ausdehnung.

Größe und Ausdehnung allerdings waren fast schon zwangsweise vorgegeben, denn das Gebäude entspricht exakt den Vorgaben des städtebaulichen Masterplans der Stadt Wien. Man könnte daher sagen, dass eigentlich die Gemeinde Wien das Bauwerk entworfen hat. Somit prägt eine Art Radikalpragmatismus (= man tut ganz genau das, was man darf) das volumetrische Erscheinungsbild der Immobilie.

Internorm: Welche ökologischen und nachhaltigen Aspekte bzw. Vorbildfunktionen für zukunftsweisendes Bauen bietet dieses Projekt?

LOVE architecture: Das Projekt Doninpark sticht vor allem durch seinen Mix aus verschiedenen Funktionen (Wohnen, Nahversorgung, Fitnesscenter, Ärztecenter und vieles mehr), die sich alle unter einem Dach befinden, hervor.

Die Heizung und Kühlung geschieht durch die Bauteilaktivierung der massiven Bauteile, die über einen Wärmetauscher mittels Brunnen (Grundwassernutzung) erfolgt.

Um in den Wohnungen ein angenehmes Wohnklima zu ermöglichen, sind diese mit Lüftungsfenstern bzw. -flügeln ausgestattet (was sich auch durch die Gestaltung mit den verschieden großen Öffnungen in unterschiedlichen Höhen ergibt). Außerdem wird für einen intelligenten, baulichen Sonnenschutz durch eine gezielte Aufteilung von Erkern, Balkonflächen und Rücksprüngen gesorgt.

Ein weiterer wichtiger Punkt für das Projekt war die Erschließung und Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz und die infrastrukturelle Ausstattung – eine U-Bahn- und Busstation befindet sich unmittelbar gegenüber der Shoppingzone. Außerdem ist die Tiefgarage mit einer E-Mobility-Zone für E-Autos und E-Fahrräder ausgestattet.

Internorm: Welchen Stellenwert haben Fenster bei der Gestaltung eines Hauses?

LOVE architecture: Wir möchten das nicht verallgemeinern, denn das ist projektabhängig und nicht jedes Haus braucht Fenster im herkömmlichen Sinn. Aber z.B. beim „Doninpark“ sind die Fenster als primäre Gestaltungselemente eingesetzt, die dem Baukörper die Maßstäblichkeit nehmen, und die Geschoßanzahl verschleiern sollen. Weiters stellen die kleinformatigen Fenster auch eine Verbindung zur westlich angrenzenden Kleingartensiedlung her. Die willkürlich scheinende Verteilung der Fenster verleiht aber auch den Innenräumen spannende Ausblicke und überraschende Belichtungssituationen. 

Internorm: Welches ist für Euch das innovativste Bauwerk von LOVE architecture und wodurch zeichnet es sich aus?

LOVE architecture: Das innovativste Bauwerk zu nennen fällt uns schwer, versuchen wir doch bei jedem Projekt etwas Neues zu schaffen. Innovation in der Architektur ist ein schwer zu fassender Begriff: Innovation entsteht meist durch neue Kombination von bekannten Elementen bzw. andersartigem Einsatz von Materialien oder Technologien.

Wir persönlich finden das zuletzt fertiggestellte Headquarter für 50Hertz in Berlin diesbezüglich derzeit das interessanteste. Obwohl sehr einfach aufgebaut, erreicht das Gebäude sowohl in städtebaulichen wie auch in innenräumlich Belangen sehr hohe Ziele.

Es besteht aus gestapelten Geschoßebenen, die von einer netzartigen Tragstruktur getragen und durch die Versorgungskerne durchstoßen werden.

Die tiefen Geschossplatten bieten Raum für unterschiedlichste Bürokonzepte. So kann jede Abteilung und jedes Team maßgeschneiderte Raumaufteilungen nutzen. Jedes Geschoß bietet mehrere Balkone als Freibereiche, die als Arbeitsplatz, zur Kommunikation oder zur Kurz-Erholung genutzt werden können.

Das statisch voll wirksame außenliegende Tragwerk aus Stahl-Verbundstützen ermöglicht stützenfreie Innenräume entlang der Fassade und somit eine flexible Innenraumnutzung. Das außenliegende Tragwerk und die vorstehenden Geschoßplatten bestimmen die Gestalt des Gebäudes, die raumschließenden Verglasungen zwischen den Geschoßplatten treten zurück. So ergibt sich ein sehr offenes Fassadenbild aus der konstruktiven Struktur des Gebäudes.

Und so kommuniziert das Gebäude auch sehr offen mit der unmittelbaren Umgebung – dem Straßenraum, dem Museum Hamburger Bahnhof, wie auch mit der weiteren Umgebung –- bis zum Hauptbahnhof und zum Regierungsviertel. Ich finde, wir haben einen wahren Lichtblick in Berlin-Mitte geschaffen.

Internorm: In welche Richtung, denken Sie, wird sich die Architektur in Zukunft entwickeln?

LOVE architecture: Wir möchten hier die Rahmenbedingungen bzw. Anforderungen ansprechen, die unsere Architektur immer stärker beeinflussen und damit die zukünftige Entwicklung der Architektur bestimmen:

  • eine immer strengere Gesetzeslage und restriktivere Auslegung dieser durch die Behörden,
  • eine rasante Tendenz alles zu normieren und zu regeln,
  • fast jährlich steigende Anforderungen an die thermische Qualität der Gebäude,
  • und die Forderung des Marktes, bei steigenden Baupreisen auch immer günstiger zu bauen.

Mit diesem immer enger werdenden Korsett umzugehen und unter diesen Anforderungen, mit geringer werdenden Honoraren die Architektur weiterzuentwickeln, darin sehe ich die zukünftigen Herausforderungen für uns.

Internorm: Wir gratulieren nochmals zum Gewinn des Architektur-Wettbewerbs 2016 in der Kategorie Objektbau und danken für das nette Gespräch.

 

Architekten: LOVE architecture and urbanism ZT GmbH

Projekt: Doninpark Wien

Vertriebspartner: Gebr. Haas Fenster Türen und Montage GmbH

Fotos: Jasmin Schuller

Haus des Monats Februar 2017

Haus des Monats Februar 2017

Internorm: Welche charakteristischen Merkmale zeichnen die Architektur des Projektes aus?

Architekt DI Joerg Simon-Urlesberger: Ziel war es trotz gesetzlicher Volums-Beschränkungen (265m³ maximales Raumvolumen, max. 50m² verbaute Fläche und max. 5,5m Gebäudehöhe) ein großzügiges Innenraumgefühl zu erzeugen. Ebenfalls war es mir wichtig einen großzügigen Übergang zum Garten herzustellen. Genauso wichtig war es mir eine Blickbeziehung zu den Weinbergen und zum Wienerwald herzustellen und gleichzeitig eine gewisse Intimität im Vereinsverband zu sichern. Damit ist es auch gelungen die Kleinheit des Gebäudes zu verstecken.

Internorm: Welche ökologischen und nachhaltigen Aspekte bzw. Vorbildfunktionen für zukunftsweisendes Bauen bietet dieses Projekt?

Architekt DI Joerg Simon-Urlesberger: Ökologisch betrachtet, beschränken wir uns hier auf die Energieversorgung, wo die Heizung und das Warmwasser mittels Solarkollektoren und Luftwärmepumpe erzeugt werden. Die hohe Speichermasse durch die Mischbauweise in Beton und Ziegel mit nordostseitig kleineren Fensteröffnungen und südseitig großen Öffnungen, tragen zur Energieeffizienz bei. Auch bietet der Massivbau eine gewisse Sicherheit, welche bei einer ca. 250 Meter langen Betonpumpleitung doch eine gewisse Herausforderung war.

Internorm: Wie hat bzw. wie konnte Internorm Sie bei der Umsetzung von Projekten unterstützen (Beratung, Dienstleistung, Produkt, …)?

Architekt DI Joerg Simon-Urlesberger: In der Produktfindung mit einem optimalen Preisleistungsverhältnis konnte mir Internorm wesentlich behilflich sein. Vor allem große Verglasungen mit dem passenden Produkt zu finden. Die Logistik der Produkte und der Einbau durch die Firma GEHA hat perfekt funktioniert und auch die Produktqualität sowie die Flexibilität sowohl von Internorm und von der Firma GEHA hat mich positiv überrascht – ich empfehle euch gerne weiter.

Internorm: Welchen Stellenwert haben Fenster bei der Gestaltung eines Hauses?

Architekt DI Joerg Simon-Urlesberger: Für mich ist das Fenster ein Gestaltungselement in dem Sinn, dass ein Fenster oder eine Türe die Beziehung vom Innen- zum Außenraum herstellt. An den richtigen Stellen den emotionalen Blick von innen nach außen und umgekehrt ermöglichen. Ich plane selten einzelne Fenster sondern immer raumhohe oder sehr breite Verglasungen um die Bezüge zu ermöglichen. Dies ist besonders bei kleinen Projekten sehr wichtig, damit erweitert man den Raum von innen nach außen.

Internorm: Welches ist für sie das innovativste Bauwerk Österreichs und wodurch zeichnet es sich aus?

Architekt DI Joerg Simon-Urlesberger: Beim Salzburger Bahnhof von Kada/Wittfeld hat mich die Anbindung der beiden Seiten sehr beeindruckt. Der Erste-Campus in Wien von Henke Schreieck im Sonnwendviertel unterstreicht eine dauerhaft hohe Qualität.

Internorm: In welche Richtung, denken Sie, wird sich die Architektur in Zukunft entwickeln?

Architekt DI Joerg Simon-Urlesberger: Ich glaube es wird sich in Zukunft die Ökologisierung weiter fortsetzen. Ich hoffe dass zukünftig vermehrt auf die Gesamtqualität statt auf Einzelinszenierung gesetzt wird. So wichtig diese Impulse vor allem bei städtebaulichen Themen auch sein können.

Internorm: Wir danken für das nette Gespräch!

 

Architekt: °aju_architekt di joerg simon-urlesberger

Projekt: Kleingartenwohnhaus, am Neustiftblick – 1190 Wien

Vertriebspartner: Gebr. Haas Fenster Türen und Montage GmbH

Haus des Monats Jänner 2017

Haus des Monats Jänner 2017

Interview mit Herrn Arch. Dipl. Ing. Andreas Ried

Internorm: Welche charakteristischen Merkmale zeichnen die Architektur des Projektes aus?

Arch. Dipl. Ing: Ried: Auf dem Grundstück mit seiner exponierten Lage entstand ein Gebäude mit zwei Wohneinheiten sowie einer gemeinsamen Tiefgarage.
Raumhohe Fensteröffnungen bieten traumhafte Ausblicke und schaffen einen fließenden Übergang zwischen Innen und Außen.

Großzügigen Fenstern, die mit motorisch gesteuerten Sonnenschutzelementen ausgestattet sind, schaffen lichtdurchflutete Räume mit der Möglichkeit zur individuellen Beschattung.

Die Alucubondfassade und die großen Fensterflächen verleihen dem Gebäude ein modernes Aussehen.
Bei der Planung wurde auf hochwertige Materialien und Details, wie beispielsweise raumhohe Türen, großen Wert gelegt.

Internorm: Welche ökologischen und nachhaltigen Aspekte bzw. Vorbildfunktionen für zukunftsweisendes Bauen bietet dieses Projekt?

Arch. Dipl. Ing: Ried: Beheizung, Warmwasserversorgung und Stromgewinnung erfolgen unabhängig von konventionellen Systemen über Luftwärmepumpen und Photovoltaikanlage.

Internorm: Welchen Stellenwert haben Fenster bei der Gestaltung eines Hauses?

Arch. Dipl. Ing: Ried: Fenster haben bei der Gestaltung eines Hauses einen sehr hohen Stellenwert. Sie sorgen für Helligkeit, verbinden das Innen und Außen. Anordnung, Größe und Fensterdetails haben maßgeblichen Einfluss auf Atmosphäre eines Raumes.

Internorm: In welche Richtung, denken Sie, wird sich die Architektur in Zukunft entwickeln?

Arch. Dipl. Ing: Ried: Wir beobachten, dass unsere Kunden beim Thema Wohnen auf Energieeffizienz und Nachhaltigkeit sowie Materialien von hoher Qualität immer größeren Wert legen.

Internorm: Herzlichen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg.


Architekturbüro: RIED + ZRENNER architektur ZT-GMBH

Vertriebspartner: FensterVisionen

Fotos: Bernhard Hörtnagl